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Medien 2.0

Kategorie: Allgemein

Medien 2.0
Am Mittwoch ging es in der Webciety Area auch um das Thema Medien 2.0, also um die Rolle der Medien im Web 2.0. Dazu ist erstmal festzuhalten, dass das Internet keinen Menschen benötigt, sondern der Mensch das Internet, außerdem gibt es bestimmte Regeln die am Anfang geklärt werden müssen. In diesem Artikel werde ich versuchen die Diskussion zusammenzufassen und die wesentlichen Punkte hervorzuheben. Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Dr. Ewald Wessling und es disskutierten Thomas H. Kaspar (Chef-Redakteur, ChipXonio Online), Ibo Evsan (Geschäftsführer, Sevenload), Holger Kansky (Referent Multimedia, BDZV), Heiko Hebig (Head of Digital Media, Hubert Burda Media) und Jörg Sadrozinski (Redaktionsleiter tagesschau.de, NDR).
Was ich vorneweg schon mal sagen möchte ist, dass es für mich so wirkte, als ob es drei Menschen gab, die wirklich wussten, von was sie sprechen und leider auch zwei der Diskussionsteilnehmer in ihren Denkmustern kurz nach der Entwicklung der Open-Internets stecken geblieben sind. Der Grund warum ich dies vorweg nehme ist, dass man so etwas schlecht in einem Text darstellen kann. Nach der sehr gelungenen Einleitung durch den Moderator wurde jeder Teilnehmer nach seiner Einschätzung gefragt, wie sich die neuen und alten Medien in der Zukunft entwickeln. Eins dieser Statements war in zwei Worte komprimiert „Total Lokal“, womit Holger Kansky ausdrücken wollte, dass die nationalen Nischen schon alle besetzt sind und man auf dieser Ebene nicht konkurrieren sollte, sondern erst einmal die noch freien regionalen Nischen besetzen.
In Bezug auf die 10 Dinge die Google als Wahr erachtet, in denen unter anderem steht, es ist am besten eine Sache gut zu machen, ging es weiter mit Heiko Hebig. Er deutete diese „Regel“ wie ich finde richtig indem er sagte, dass man sich fragen muss, was genau man richtig machen soll und kam zu dem Punkt, dass es besser sein kann mit mehreren Webprojekten zu arbeiten, da man so in den meisten Fällen wahrscheinlich mehr User ansprechen kann, als mit nur einem Projekt.
Der nächste Punkt, um den es ging war, ob Verlage Communites aufbauen können, indem sie die „Verlagsmaschine“ anwerfen und ein Konzept erarbeiten. Thomas Kasper sagte dazu, dass es einem Verlag nur dann möglich ist, eine erfolgreiche Community zu starten, wenn man eine eigene Kultur bildet, da man sonst bei den Usern nicht ankommt. Zu dieser Thematik hat auch Mark Zuckerberg bei einer anderen Gelegenheit auf die Frage eines Verlagsvertreters, wie der denn eine Community wie Facebook aufbauen könne geantwortet: „You can’t“ . Das Zitat, dass im übrigen Herr Wessling in den Raum warf führte zu dem Thema des Vorhandenseins von Communitys. Denn Zuckerbergs Aussage wird, so gedeutet, dass er davon ausgeht, dass man keine Communitys neu schaffen kann, sondern nur bestehenden eine Plattform bieten und je besser man dies tut, desto erfolgreicher wird man sein.
Nachdem die Diskussion wieder zurück zum Thema „Total Lokal“ kam, verfielen die beiden Vertreter der alten Medien in ihre starren Denkmuster und die Diskussion blieb stehen. Erst nachdem Heiko Hebig die beiden unter Applaus mit der Forderung hier keine Verbandspolitik zu betreiben wieder auf Normalmaß zurück gebracht hatte wurde es wieder Interessanter.
Ibo Evsan brachte die Problematik auf den Punkt, dass die alten Medien immer uninteressanter werden, da sie zu unflexibel sind, was er mit seiner „Sucht nach Informationen“ aus den Netz begründete und noch hinzufügte, dass die Technik dem Menschen folgen sollte und nicht umgekehrt.
Deutlich wurde im nächsten Schritt, dass die Verleger bildlich gesprochen von ihrem Leuchtturm runter kommen müssen und mit dem User kommunizieren. Dazu zählt auch, dass zuerst dem Nutzer ein Mehrwert geboten werden muss und man nicht darauf aus sein darf, nach 6 Monaten seine Investitionen wieder raus zu haben. Denn gerade die Großen im Web 2.0 wie Facebook oder Twitter haben sehr lange an einem geeignetem Erlösmodell (Twitter ist noch auf der Suche) gesucht, da sie nicht einfach nur Werbung schalten wollten und damit die User vergraulen. Ein weiterer wichtiger Punkt wurde von Heiko Hebig angesprochen. Er sagte, dass man dieTechnologie verstehen müsse und sie mit gutem Content kombinieren müsse, um eine Chance auf Erfolg zu haben. Das Schlusswort hatte Ibo Evsan der die gesamte Diskussion sehr gut zusammen führe und auch konkret sagte, wo es in Deutschland noch fehlt.
Denn es muss wesentlich mehr Geld in diesen Wirtschaftsbereich investiert werden, es muss eine Schulbildung vorhanden sein, die das Entwickeln von Web-Projekten ermöglicht und der Wichtigste Punkt: Es müssen Geld und Wissen zusammengeführt werden. Erst wenn das der Fall ist und wenn am Anfang die Kreativität und nicht das Geld steht, dann kann man im Web Erfolg haben.
Dabei ist entscheidend, dass sich die Unternehmenskultur in Deutschland wie von Thomas H. Kaspar gefordert dem Digital Lifestyle der Generation Internet anpasst. Ich denke mir war es möglich, in diesem Artikel die wesentlichen Punkte der Diskussion wiederzugeben. Solltet ihr sie euch ganz anschauen wollen, findet ihr sie unter zaplive.tv
Eurer netheweb.de Team

Gepostet am: 6. 3. 2009

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Webciety

Kategorie: Informationen, News

Webciety
Hier nun also der erste, etwas detailiertere Bericht über meinen heutigen Cebit Besuch. Wie man aus der Überschrift schon ablesen kann, geht es um den neu eingerichteten Bereich der „Webciety“.
Doch was heist „Webciety“ eigentlich, den ersten Zugang bietet das Wort an sich, dass eine Wortneuschöpfung ist und aus den Wörtern Web und Society besteht. Ausgedrückt werden soll, dass das Internet das Leben wie kein anderes Medium unser tägliches Leben beeinflusst und immer stärker beeinflussen wird. Das Konzept für die Webciety stammt von Sascha Lobo und soll größeren, wie auch kleineren Unternehmen, die an der Entwicklung von Neuheiten besonders im Bereich des Internets die Möglichkeit geben auf die Messe zu kommen.
In der Webciety Area ist es möglich, nur mit einem Laptop einen digitalen Messestand zu steuern. Mehr Informationen zum Konzept findet ihr unter webciety.de.
Neben den Ständen bietet die Webciety Area auch ein Panel , auf dem fast immer Programm stattfindet. Das Programm der einzelnen Tage findet ihr unter webciety.de.
Solltet ihr einen Programmpunkt verpasst haben, klickt euch auf zaplive.tv wo ihr alle Programmpunkte der Webciety findet und das ist wirklich hilfreich, da man ja nicht nur an einer stelle sein kann, sondern auch anderen Verpflichtungen nachkommen muss.
Besonders interessant wird es noch einmal Morgen früh ab 10:20, wenn es um „Webciety – Wandel der Gesellschaft“ geht und am Freitag um 13:50 mit dem Thema „Generation Internet“ und dann noch einmal als Tageshighlight die Webciety Startup Competition ab 15 Uhr die ich mir hoffentlich auch angucken werde.
Direkt am Montag ging es schon um 16:10 um das Thema Social Media Marketing, dass wir hier im Blog ja auch schon angesprochen haben und was ihr euch sicher noch einmal als Video angucken solltet.
Zu den Programmpunken Medien 2.0 und Haz.de twitter! werde ich jeweils noch einen Artikel schreiben um euch einen Einblick in die Diskussionen zu verschaffen, falls ihr euch nicht alle Videos auf zaplive.tv angucken wollt.
Ich hoff, dass ich auch mit diesem Artikel bei euch auf Interesse gestoßen bin,
Sensei und das restliche netheweb.de team

Gepostet am: 5. 3. 2009

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