Artikel mit dem Tag „blogger sind keine journalisten

Dumm 3.0 was ist wirklich dran?

Kategorie: Allgemein

Auf Twitter hat mich @bhabegger auf einen sehr interessanten Artikel, oder besser gesagt ein Interview hingewiesen, in dem Markus Reiter seine Thesen verteidigt, die er in seinem Buch „Dumm 3.0“ aufgestellt hat.
Was von dem Buch zu halten ist, kann ich euch nicht sagen, aber das Interview bietet sicher eine interessante Grundlage für Diskussionen.
Ich greife mir für diesen Artikel einfach mal ein paar Thesen aus dem Interview heraus zu denen ich etwas schreiben möchte, denn das gesamte Interview bietet Raum für wesentlich mehr.
Doch auch wenn ich nur einige Thesen aus dem Artikel aufgreife versuche ich möglichst chronologisch vorzugehen, so dass ihr eventuell dem Artikel parallel folgen könnt.
Im Netz setzen sich die Eliten durch, die es auch in den Printmedien geschafft hätten.
Also erst einmal frage ich mich hier, ob ich mich dazu zählen kann und wenn das der Fall ist, fühle ich mich gleich mal 3 Stufen besser, aber Spaß Beiseite ich glaube nicht, dass es alle die im Netz z.B. erfolgreich Bloggen es in den Printmedien geschafft hätten, weil die meistens, mich eingeschlossen es dort nie im Leben versucht hätten. Als Ökonom würde man sagen die Marktzustrittsschranken sind zu hoch oder zumindest wesentlich höher als im Internet. Wen das Thema interessiert, der kann sich auch mal meinen Artikel zum Thema Blogger sind keine Journalisten ansehen, der die Thematik noch etwas zugespitzt weiter führt und den unterschied zwischen Printmedien Vertretern und Bloggern genauer herausstellt.
Youtube = Brot uns Spiele
Ich denke in der Szene die sich intensiv mit dem Web beschäftigt, stimmt dieser Vergleich nicht aber, wenn man sich die Anzahl an TV Sendungen die nur von dummen Youtube Videos lebt ansieht, dann scheint es auf den Rest der Gesellschaft wohl zu zutreffen. Wobei ich keinen großen Unterschied darin sehe sich im Internet medial zu pros****** oder sich Mittags in irgendwelche schwachsinnigen Talkshows zu setzen. Der einzige Unterschied ist wieder die Hürde die genommen werden muss und die ist auch hier beim Internet wesentlich geringer.
Es besteht ein Machtkampf zwischen neuen und alten Eliten um die Fleischtöpfe
Klar, ein Fakt, der sich nicht bestreiten lässt aber aus meiner Sicht überhaupt nicht negativ zu sehen ist. Denn wenn man sich ansieht was der Printjournalismus in gewissen Bereichen bietet, dann ist man doch froh, dass man Ausweichmöglichkeiten die meistens auch noch angenehmer monetarisiert sind bestehen. Bevor ich mir eine Zeitschrift kaufe, für um die 5€ in der mich eventuell 2 Artikel interessieren, lese ich lieber einen oder mehrere Blogartikel im Netz und spende den Autoren etwas, klicke auf die Werbung oder nutze bewusst einen Affiliate-Link. Und am Ende natürlich nicht zu vergessen, als Blogger kämpfen die meisten von uns, ja auch irgendwie mit um ein Stück vom Kuchen.
Es werden nicht mehr Menschen die im Netz partizipieren
Doch es werden mehr und in gewisser Weise kann man hier sagen leider. Denn dadurch wird es wie Reiter auch im Interview sagt für die Rezipienten immer schwerer relevante Informationen zu erkennen und überhaupt zu filtern. Das ist soweit klar und lässt sich auch nicht verhindert, aber wenn man davon ausgeht dass unter 150 Menschen die neu am geschehen Teilnehmen zwei bis drei sind, die wirklich etwas auf dem Kasten haben, dann lohnt es sich für den einzelnen eventuell doch, nach ihnen zu suchen. Das führt mich dann auch direkt zu dem letzten Punkt dem ich mich in diesem Artikel widmen will.
Man muss sich die Richtigen „Freunde“ suchen um „Up to Date“ zu sein.
Hier will ich gleich zu beginn zwei Sachen anmerken, erstens Vitamin-B war schon immer wichtig und hier gilt das Winni-Puh Prinzip (Mehr Honig ist immer besser) zum anderen muss man sich nicht die richtigen Freunde suchen. Denn egal wie das jetzt klingen mag, von meinen Freunden lerne ich recht wenig neues.
Mit meinen Freunden will ich abhängen, feiern und Spaß haben. Was das Networking angeht ist es wesentlich wichtiger die richtigen Leute zu kennen und ihnen zu folgen. Das müssen nicht zwangsläufig (gute) Freunde sein. Es reicht, wenn man sich auf der Ebene auf der man kommuniziert gut versteht und mit einander klar kommt.
Es ist doch wesentlich mehr wert, wenn man sich gegenseitig bei bestimmten Fragen helfen kann, als dass man sich gegenseitig als Freund bezeichnen würde, zumindest was das Networking angeht ist das meine Auffassung.
Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber ich vermute mal gerade bei dem letzten Punkt werden einige anderer Meinung sein und ich freue mich auf eine spannende Diskussion.
Haut also schön fleißig in die Tasten.
Sensei

Gepostet am: 22. 3. 2010

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Blogger sind keine Journalisten

Kategorie: Bloging

Ich habe vor kurzem auf einem Blog, auf welchem weiß ich leider nicht mehr einen Artikel über deutsche Blogger und die erfolgreichen deutschen Blogger ging. Dieser Artikel hat mich zu dem Schluss geführt, dass es dringend an der Zeit ist, für die Allgemeinheit etwas klar zu stellen.
Wer sich die Deutschen Blogger Charts ansieht, wird feststellen, dass sich erstaunlich viele Journalisten unter den gut platzierten Blogs befinden. Woran das jetzt genau liegt, kann ich nicht sagen, ich habe da aber eine Theorie.
In Deutschland, gibt es was veröffentlichte Texte angeht, eine sehr starre Denkweise. Alles soll belegt sein, soll eine Meinung bilden, aber bloß nicht die Meinung des Autors zu sehr nach außen tragen usw.. Als Journalist sollte man gelernt haben, genau dieses Textart für die Printmedien zu verfassen und damit die Nachfrage zu bedienen.
Hier kommt in Deutschland und wahrscheinlich auch in Östereich, wie auch der Schweiz der große Fehler. Viele Journalisten haben auch angefangen in dem Printmedien-Stil zu bloggen, weshalb jeder ausgereifte, perfekt formulierte Texte, mit Backgroundrecherche erwartet. Bloggen ist aber was komplett anderes.
Beim Bloggen geht es darum, dass der oder die Autoren zu von ihnen gewählten Themen Artikel verfassen, die in den meisten Fällen ihre Meinung und Sichtweise wiedergeben und wiedergeben sollen. Des weiteren fehlt den meisten normalen Bloggern die Zeit und teilweise sicher auch die sprachliche Finesse um einem für Printmedien geschriebenen Text auch nur nahe zu kommen.
Nischenblogger, die also als Hobby oder Nebenerwerb bloggen, sind also gegenüber den professionellen Journalisten benachteiligt. Das liegt nicht an den Journalisten, die hierbei auch keine direkte Schuld trifft, sondern daran, wie Blogs in Deutschland wahrgenommen werden.
Auch ich selbst muss feststellen, dass ich nur mit Artikeln ohne viel Inhalt wirklich viele Views erzielen kann.
Jetzt fragt ihr euch sicher warum ich das alles aufschreibe, erstens weil ich fand, dass es mal gesagt werden sollte und zweiten, weil ich als Blogger nicht als Journalist gesehen werden, ergo auch nicht mit ihnen verglichen werden will.
Ich bin kein Journalist, will keiner und werde keiner sein und wenn man Blogger noch eine weitere Tätigkeit zuordnen will, die der des Bloggens ähnlich ist, dass ist es das Aufgabenfeld eines Webmasters und Webentwicklers.
Wenn ihr also etwas vergleichen wollt, vergleicht Kompetenzen, was das Webmastering angeht, weil sich jeder Blogger zwangsläufig damit beschäftigen muss.
Ich würde mich freuen, wenn dieser Artikel zumindest bei einigen wenigen zu einem Umdenken führt, so dass auf Blogs nicht jeden Tag top recherchierte, 1000 Wort Artikel erwartet werden, die auch immer noch Top aktuell sind, denn das ist nicht zu leisten.
Für einen normalen Artikel sollte man meiner Meinung nach nicht viel länger als 45 Minuten einplanen. Wirtschaftlich ist Bloggen eh erst, wenn man beständig über 3000€ im Monat mit seinem Blog verdient, was bei den wenigsten Bloggern der Fall sein wird.
Bloggen kann und ist für die meisten hier ein Hobby und deshalb können nicht die gleichen Maßstäbe angelegt werden, wie bei Menschen die ihren Lebensunterhalt damit verdienen.
P.S. habe gerade noch von Piet von dem Rumgeheule, einer TAZ Journalistin gehört, nur weil jemand einen Absatz aus einem ihrer Texte kopiert hat. Eventuell sollte jemand mal der guten Frau erklären, dass das Internet ein öffentlicher Raum ist, in dem Texte kopiert werden können und dürfen und dass ein Link als Verweis auf den original Text, als Quellenverweis gilt und es Usus unter Bloggern ist, aus anderen Blogs zu zitieren, wenn sie etwas gut oder schlecht finden.
Eventuell hätte ihr Anwalt, lieber seine Zeit darauf verwendet, ein Impressum für den von ihr genutzten Blog zu erstellen, denn das ist nach dem TMG §5 zwingend erforderlich und es fällt unter Wettbewerbsverzerrung, wenn ein solches Impressum nicht vorhanden ist.
Sollte unter meinen Lesern ein Anwalt sein, würde ich an dieser Stelle noch um ein kleines Feedback bitten, ob ich zu kritisch mit der unbekannten Journalistin bin. Denn laut ihrem Blog ist es verboten sich kritisch über anderen Menschen zu äußern, ohne sie vorher zu informieren.
Soweit war es dass dann auch zu diesem Thema und ich freue mich auf eure Kommentare.
Sensei

Gepostet am: 30. 10. 2009

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