Ende letzten Jahres habe ich Meinen ersten Eindruck von Google Wave hier auf meinem Blog veröffentlicht, wobei es Wave damals natürlich schon seit einiger Zeit gab, so dass Wave jetzt ungefähr ein Jahr alt ist.
Aber älter wird Google Wave auch nicht mehr werden, denn Google will das Tool, dass als Brücke zwischen Instant Messengern, Gruppenchat und Email gedacht war nicht mehr weiter betreiben. In einem Blogpost schreibt Urs Hölzle (Senior VP Operations) dass Google großes Hoffnungen für den Erfolg von Wave hatte und auch wenn es „viele loyale Fans“ gab, werde man das Projekt nicht mehr weiterentwickeln denn Hölzle schreibt auch, dass die Adoption die Google von den Usern erwartet hat nicht statt gefunden hat.
Die Orginalversion von Wave, wie sie der Entwickler Lars Rasmussen (Entwickelte mit seinem Bruder auch das, was inzwischen zu Google Maps wurde) zu Anfang im Google Blog beschrieben hat sollte die existierenden Methoden der digitalen Kommunikation und Zusammenarbeit aufgreifen und zu einem Produkt verbinden. Die zentrale Idee sagt er war ein Kommunikationssystem zu schaffen, dass die Vorteile von Computern einbindet und nicht versucht bisher vorhandenes zu imitieren.
Aber ungeachtet der gebotenen Möglichkeiten wie dem einbinden von Videos, Grafiken und Audio-Datein sowie der Möglichkeit zu sehen wenn der Gegenüber schreibt wurde die Möglichkeiten von den Usern nicht genutzt. Vermutlich weil es zu kompliziert war und man auf den ersten Blick nicht erkennen konnte wofür es genau gut sein sollten, denn ich erinnere mich, dass auch ich nicht wusste, wie ich Wave hätte nutzen sollen.
Holzle schrieb in seinem Blog, dass man nicht sicher sei, wie die User auf diese Bandbreite an Möglichkeiten der Kommunikation reagieren würden – nun ja die meisten reagierten indem sie nicht reagierten. Zur weiteren Verwirrung hat auch der Start von Buzz beigetragen, der auch sehr ähnliche Features bot wie Google Wave.
Doch auch wenn das Projekt jetzt eingestellt wird, schreibt Hölzle, dass Teile der in Wave verwendeten Technologie auch in weitere Google Produkte einfließen wird. So finden wir z.B. das Live-Schreiben in den Google Docs oder das neue Drag-and-Drop Feature in Gmail.
Was mich beeindruckt ist, das Google nicht nur den Mut hat solche Projekte trotz der Ungewissheit ob sie bei den Usern ankommen startet, gleichzeitig aber auch den Mut hat zuzugeben, wenn es nicht geklappt hat.
Ich denke das wir in der nächsten Zeit eventuell noch einige andere Projekte sehen werden, bei denen die Möglichkeit besteht, dass Google sie wieder von Markt nimmt. Spontan fallen mit da z.B. Buzz ein oder auch Orkut oder Knol, der einst als Wikipedia Killer gehandelt wurde.
Mit Google Me steht jetzt ein neues Projekt in den Startschuhen von dem man nicht weiß wie es sich entwickeln wird und ob die User sich darauf einlassen werden. Falls Google es trotz der leichteren Thematik (persönlich Einschätzung) auch hier nicht schafft den Nutzern die Vorteile zu vermitteln, wird Facebook wohl weiterhin die Nummer 1 im Bereich Social Networking bleiben.
Kommentare und Meinungen sind natürlich immer Willkommen.
Sensei
Google Wave: Der Stecker ist gezogen
Kategorie: google


Den letzten Satz wollte ich hier grade schreiben. Facebook hat mit mehr als 500 Millionen usern weltweit den Spitzenplatz erreicht bei den social networks. Niemand – auch google nicht – wird facebook den Rang ablaufen können.
Wobei facebook auch Hilfe von ganz oben hat
Gerücht oder nicht – facebook soll von den Eigenkapitalstrukturen nicht mehr Mark Zuckerberg gehören sondern dem CIA, welche sich über eine Tochterfirma an facebook beteiligt hat.
Ich würde sagen das diese Info stimmt.
Unklar sind die Gerüchte, dass das CIA den gesamten Verkehr über facebook speichert. Bei 500.000.000 usern die täglich ein paar Sätze schreiben oder ein Bild hochladen – wie groß müssen da die Festplatten sein???
Das könnte hier mal jemand ausrechnen, denn ich bin kein EDV-Pofi
Onassis
Also ich kann jetzt nur mal schätzen aber ich würde so spontan mal sagen VIELE
ich habe von Anfang an nicht an die Zukunft von Google Wave geglaubt. Ich habe das Teil ein paar Mal getestet und es war prinzipiell auch ganz cool, besonders wenn man im Team arbeitet. Aber so wirklich daran glauben, dass dieses Tool sich durchsetzt konnte ich noch nie. Und da der Hype im Google Wave ja dann auch sehr schnell still geworden ist, war es nur eine Frage der Zeit bis das Projekt eingestampft wurde… besonders schade finde ich das nicht…