7 Schritte zu mehr Blogkommentaren

Kategorie: Bloging

Der Artikel von xbNz zu Kommentaren in Blogs und die aktuelle Situation hat mich dazu gebracht mir mal wieder Gedanken zu Kommentaren zu machen und dabei ist dann glücklicher Weise auch mal wieder ein Artikel bei heraus gekommen.

xbNz beschreibt in seinem Artikel ja, wie wichtig es ist für uns Blogger Feedback in Form von Kommentaren zu erhalten. An diesem Punkt kann ich ihm natürlich nur recht geben, denn gerade wenn man sehr viel Arbeit in seine Artikel gesteckt hat, möchte man gerne wissen, ob sich die Arbeit „gelohnt“ hat und was die Leser davon halten. Zum einen natürlich, weil es einen freut, wenn die Artikel gut ankommen, aber auch sollten sie nicht einschlagen, damit man in Zukunft die Artikel besser auf die Bedürfnisse der Leser abstimmen kann, so dass man nicht einen langen Artikel schreibt, wo es auch ein kurzer getan hätte.

Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich in die Artikel Warum Bear Grylls ein besserer Freelancer wäre als du! und 8 online Bildbearbeitsungsseiten im Vergleich sehr viel Zeit investiert habe. Bis jetzt haben beide Artikel zusammen aber gerade mal einen Kommentar, das frustriert mich nicht nur als Person, sondern hilft mir auch für neue Artikel nicht weiter.

Denn ihr solltet Kommentare immer als Möglichkeit sehen eure Meinung auszudrücken und damit auch ein Stück weit mit zu bestimmen, welche Artikel in der nächsten Zeit auf dem Blog und in welchem Umfang veröffentlicht werden. Schreibt ihr keine Kommentare, kann es auch sein, dass einfach keine Artikel mehr kommen, weil der Blogger gar nicht weiß, das euch die Artikel gut gefallen haben.

Aber natürlich liegt nicht alles nur an den Lesern, auch man selbst als Blogger kann etwas tun, um den Lesern eventuell mehr Kommentare zu entlocken und genau darum soll es nach der langen Vorrede in diesem Artikel eigentlich gehen. Ich will euch nämlich 7 Möglichkeiten vorstellen, wie ihr eure Leser dazu bringen könnt mehr Kommentare zu schreiben.

Vorweg noch einmal ein letzte Hinweis, denn natürlich hängt es auch von der Nische ab in der ihr aktiv seid, wie viele Kommentare ihr bekommt. Zielt ihr eher auf Blogger ab sind es eventuell mehr, weil die um die Bedeutung von Kommentaren wissen, habt ihr ein anderes Thema werden es eventuell trotz der von mir aufgeführten Tipps nicht expotentiell mehr werden.

1. Fragt nach Kommentaren

Echt simpel oder, ihr habt ja bestimmt schon gesehen, dass ich am Ende jedes Artikels nach Kommentaren/ euer Meinung frage. Eine direkte Frage funktioniert meistens noch besser als die einfach Bitte nach Kommentaren. Das wichtigste ist, gebt den Lesern einen Grund zu kommentieren. Der Mensch ist faul und wenn sie zu viel selber „denken“ müssen, lassen die den Kommentar vielleicht ganz weg.

2. Frage Artikel

Was das sein soll? Artikel in denen ihr direkt eine Interaktion mit euren Lesern sucht und es nur um ihre Probleme, oder Erfahrungen geht. Als Blogger könnte man zum Beispiel fragen, was für die Leser eine besonders hohe Frustration ausmacht. Bei diesem Artikeln solltet ihr versuchen, möglichst nur das Grundgerüst in dem Artikel zu legen und die Frage zu stellen. Schreibt ihr selber zu viel, müssen die Leser gar nicht mehr Antworten.

3. Haltet nicht nur Vorträge

Soll heißen, wenn ihr immer nur sagt, wie etwas funktioniert haben die Leser keine Chance etwas großartiges zu schreiben. Was soll man auch groß schreiben, wenn einem die Erklärung geholfen hat, da bleibt nicht viel mehr als „Danke!“ und lohnt sich der Kommentar dann wirklich noch? Wechselt also auch mal und schreibt einfach eure Meinung, so das eure Leser widersprechen können.

4. Interaktion

Ich versuche zum Beispiel auf jeden Kommentar zu antworten und Fragen, wenn welche gestellt werden zu beantworten. Aber wieso die Ganze Arbeit, eigentlich eine blöde Frage, natürlich damit die Leser sich ernst genommen fühlen. Denn nur dann besuche ich selbst auch einen Blog mehrmals oder schreibe öfter Kommentare. Wozu Kommentare schreiben, wenn man nicht einmal eine Antwort bekommt. Je größer der Blog desto schwerer ist es allen zu antworten, aber ihr solltet ein Gleichgewicht für euch finden, das die User nicht vernachlässigt.

5. Email Benachrichtigungen

Hat euer Blog die Option, dass man sich bei neuen Kommentaren benachrichtigen lassen kann? Wenn nicht, wie soll man dann merken, dass es eine Antwort auf den eigenen Kommentar gibt. Aber was bringt die Antwort, wenn der Fragesteller/ User sie nicht mal liest. Oder wie sollen auch kleine Diskussionen entstehen, wenn man nicht merkt, das es neue Kommentare gibt. Also schnell die Möglichkeit einbauen Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu bekommen, z.B. mit dem “Subscribe to Comments” Plugin.

6. Keep it simple

Einfach halten, wie ist das denn jetzt wieder gemeint. Geht es um den Inhalt des Artikels, nein es geht darum, dass es für die User leicht sein muss Artikel zu kommentieren. Je weniger angaben man machen muss desto besser. Ihr könnt z.B. Services nutzen, die mehrere Blogs verbinden, wo der Leser nur ein mal seine Daten eingeben muss. Oder aber ihr nutzt ein Plugin, dass sich die Daten für den User merkt. Captchas sind da übrigens auch sehr Kontraproduktiv, auch wenn sie angeblich vor Spam schützen sollen.

7. Führt die Konversation

Auf eurem Blog seid ihr der Moderator und könnt Konversationen in bestimmte Richtungen lenken. Aber dabei geht es nicht nur um die Kommentare an sich, sondern ihr solltet auch darauf achten, dass eure Blogpost nicht isoliert von einander sind. Verweist zum Beispiel auf das Ergebnis oder den Inhalt einer Diskussion unter einem anderen Artikel oder schafft Verbindungen zu alten Artikeln oder geäußerten Fragen/ Meinungen.

Das waren jetzt die Tipps die mir zu dem Thema eingefallen sind, eventuell kennt ihr ja auch noch andere Methoden, sollte das der Fall sein „Sharing is Caring“ oder deutsch, teilen mach glücklich.

Aber mehr Kommentare sind wie schon erwähnt nicht in allen Nischen in dem Maße möglich, wie dies z.B. im Bereich der Webmaster/ Blogger Blogs der Fall ist und was ihr auch bedenken solltet ist, dass mehr Kommentare auch immer bedeutet, dass sich mehr Leute kritisch über euch äußern werden.

Ende des Artikels und was kommt jetzt, habt ihr gut aufgepasst? Genau die Einbeziehung der Leser.

Also habt ihr schon selber einmal das Problem gehabt, das über eine lange Zeit keiner mehr kommentieren wollten und wie habt ihr das Problem gelöst?

Oder natürlich gerne auch einfach so eure Meinung zu dem Thema, schreibt ihr selber Kommentare, wann tut ihr das und wenn ja, wieso überhaupt.

Ich freue mich auf eure Kommentare.

Sensei

Geschrieben von Sensei am 22. 8. 2010
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14 Kommentare zu “7 Schritte zu mehr Blogkommentaren”

  • Chaosweib sagt:

    Manchmal sind die Leser aber auch einfach nur zu faul. Punkt! Ich frage nach der Meinung, ich hab das “Subscribe to Comments”, ich antworte auf Kommentare usw. und doch halten sich die Kommentare manchmal in Grenzen. In letzter Zeit geht es etwas, mal schauen ob es so bleibt.

    Bin jetzt übrigens mit dem Blog bei Facebook. Hat mich 6 Stunden gekostet *schock* ;-)

  • Sensei sagt:

    Na immer hin du schreibst bei mir im Moment Kommentare, viel mehr scheinen ja keine Lust zu haben. Ich hab ja auch gesagt, dass es nicht wirklich immer funktioniert und manchmal die Leute einfach keinen Bock haben.

    Freut mich, dass du es doch noch geschafft mit Facebook.

  • Chaosweib sagt:

    Ja, ich kommentiere. Wer etwas von anderen erwatet, der sollte es auch selbst tun ;) Ich hab sogar ein nigelnagelneues Kommentarfeld angelegt (ok, anlegen lassen *gg*). Mal gespannt ob es was bringt.

    Magst Du mal schauen ob ich das soweit richtig gemacht habe?
    http://www.facebook.com/pages/Chaosweibs-Chaos-Blog/101529419908527

  • Chriz sagt:

    Was mir immer hilft ist direkt auf Twitter fragen zu stellen und zu sagen, dass sie in meinen Blog dazu etwas schreiben sollen. :)

  • Sensei sagt:

    Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, für bei mir aber meistens zu Replies auf Twitter :P

  • […] 7 Schritte zu mehr Blogkommentaren | netheweb.de […]

  • Tanja sagt:

    Beklagst Du Dich ein bissi über Kommentararmut?
    Mir fehlt ein wichtiger Punkt in Deinem Artikel, so wie ich damals als ich anfing die Blogosphäre kennen gelernt habe: Kommentare sind auch ein geben und nehmen. Je aktiver Du auf anderen Blogs kommentierst, desto mehr Kommentatoren werden es auch bei Dir. Oder ist das heute nicht mehr so?

  • xbNz sagt:

    Erstmal danke für die Einleitung und den Verweis! Ich gebe Tanja da absolut recht und dazu habe ich auch heute einen weiteren Artikel zu diesem Thema veröffentlicht:

    http://xbnz.de/kommentare-als-promotion/

    Vieles Berücksichtige ich schon, aber ich werd mir deinen Artikel zu herzen nehmen!

  • Sensei sagt:

    @Tanja ist immer noch so, aber meistens ist man mit den Bloggern bei denen man kommentiert so vernetzt, dass sich das aufhebt und ich das nicht extra erwähnen wollte.

    Sozusagen eine Nebeneffekt des Nettworking.

  • Henry sagt:

    Meistens schreibe ich nur nichts, weil ich nicht weiß was ich schreiben soll…aber wenn mich ein Thema wirklich interessiert geb ich auch meinen Senf ab und hoff darauf dass der Autor sich dazu äußert =)

  • Philipp sagt:

    Die Frage ist ja auch immer, wie bekannt ein Blog ist.

    Ich weiß jetzt nicht ob es ein bestimmtes Ratio gibt, über das Erfolg definiert wird, quasi pro 1000 eindeutige Visits 10 Kommentare.

    Da liege ich natürlich mit meiner noch sehr sehr jungen Website noch jenseits von gut und böse. Und das, wo mein Blog per se ein Mitmach-Blog ist.

    Aber sei’s drum, ich denke, der erste Schritt zur Steigerung der Kommentare darin besteht, immer in der Erhöhung des Traffics zu investieren, dann die Einfachheit des Kommentierens zu ermöglichen und dann, was du schon hast und mir noch fehlt (Traffic ist ja klar bei mir ;)), ein Notify bei Antworten zu implementieren.

    Also bei dir sind die letzten beiden Punkte schon gegeben. Was dein Traffic-Volumen betrifft, kannst du nur selber die Frage beantworten ;)

  • […] zu werden, wie Twitter oder Facebook 4. Call to action in Artikeln. In meinem Artikel zu mehr Kommentaren im Blog habe ich das Thema schon aufgegriffen. Bietet den Lesern die Möglichkeit nach dem Lesen eures […]

  • […] Tipps und Tricks bitte. Ich hab nen Artikel dazu geschrieben, wieso man viele Kommentare bekommt(http://netheweb.de/bloging/7-schritte-zu-mehr-blogkommentaren/). Generell gilt interessante Themen verwenden, am Ende die User direkt ansprechen und immer auf […]

  • Annonym sagt:

    Ich denke, es ist immer noch einfacher einfach nur zu konsumieren. Ich habe jahrelang einen Podcast geschaltet, im Moment ruht er eher. Nach zwei Jahren erhalte ich plötzlich aus dem nichts mehrere Kommentare von zwei treuen Hörern. Als ich nachfragte, warum erst jetzt Kommentare kommen, meinten sie “das macht doch Arbeit” einfach nur zu hören ist einfacher….jaja

    Echt nervend empfinde ich es, wenn ich kommentiere und dann Bedingungen auftauchen. Wie zum Beispiel – Freischaltung, keine Nicks, keine Schlagworte etc. Ich persönlich habe lieber ein Schlagwort oder einen Firmennamen als irgend einen Vornamen, der sich zigmal wiederholt…

    Mir sind authentische Kommentare egal ob mit Nick, Schlagwort oder Link am Liebsten – für Spam gibt es mittlerweile genügend Abhilfe.

    Im Übrigen einen tollen Artikel zum Thema hat auch Peer Wandiger geschrieben .. http://www.selbstaendig-im-netz.de/2010/06/28/intern/kommentar-spam-und-trackback-spam/

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