3 einfache Tipps für professionelle Präsentationen

Kategorie: Bloging

Heute gibt es mal wieder einen Gastartikel für euch, geschrieben von Chaim, über den ihr mehr unter Le Chaim erfahren könnt.

Manchmal verschlägt es einen als Blogger ja in diese mehr oder weniger philosophische Phase. Und auch ich, der ja bekanntermaßen eher unregelmässig bloggt und noch viel unregelmässiger Gastartikel auf fremden Blogs verfasst, kommt hin und wieder auf die Idee die Kunst des Bloggens mit anderen Tätigkeiten zu vergleichen. Da kommen einem, dann eher gewagte Vergleiche in den Sinn (die möglicherweise auch von einem typischen Sprechgesangkünstler – neudeutsch Rapper – stammen könnten) wie zum Beispiel „mein Blog ist wie das Finanzamt, er *** jeden“. Okay zugegeben, das ist ein Vergleich den ich eher nutzen würde, wenn ich über den Blog von Dieter Bohlen sprechen würde… aber auch mir soll schon der ein oder andere sinnvolle Vergleich in den Sinn gekommen sein.

Und in irgendeinem Höhepunkt meiner geistigen Potenz wurde mir dann bewusst, dass Bloggen ja eine Menge mit Präsentieren zu tun hat. Ich meine diese ganz typischen Präsentationen, die man bereits in der siebten Klasse in Form eines Referats vor der Klasse hielt, die auch in der Oberstufe nicht abrissen und die manche von uns auch später noch halten musste. Ein Grund mehr, sich an dieser Stelle einige Gedanken zum erfolgreichen und professionellen Präsentieren zu machen. Ganz egal, ob es nun darum geht euch selbst zu präsentieren respektive erfolgreich zu verkaufen oder ob ihr in eurem Blog eine Reihe von Tatsachen auflisten möchtet, die ihr im Idealfall so aufbereitet, dass die Information vom Leser gut, verständlich und schnell aufgenommen wird oder ob ihr wirklich vor Publikum präsentiert. Legen wir doch am besten gleich los…

Die Wahl des richtigen Mediums

Okay es klingt einfach, doch dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen! Die Plattform muss stimmen. Haltet ihr eine Präsentation vor Publikum, dann solltet ihr euch Gedanken darüber machen, welche Medien ihr dabei nutzt. Geht ihr ganz klassisch vor mit einer Flipchart oder setzt ihr auf moderne Medien wie eine Präsentation mit einem Beamer und einem Präsentationstool wie Keynote beziehungsweise für die Windows-Nutzer unter uns: PowerPoint? Coolerweise, sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass es bereits sehr spannende Präsentationstools für Tablet PCs wie das iPad gibt. Hier ist auf jeden Fall die App-Version von Keynote zu nennen, aber auch einige alternative Programme laufen Einwandfrei auf dem iPad. So wie zum Beispiel Prezi, ein Präsentationstool mit dem man Präsentationen intuitiv erstellen kann im Internet speichern kann und anderen Nutzern zur Verfügung stellen kann. (Kleiner Tipp am Rande, mehr über Prezi erfahrt ihr zum Beispiel in einem Prezi Workshop). Mit einem speziellen Beamer kann man anschließend die Präsentation vom iPad aus auf eine Leinwand streamen und richtig punkten.

Wer lieber sich selbst präsentieren möchte, zum Beispiel auf einem Networking Event, kann dabei auf ausgefallene Visitenkarten zurückgreifen und wer im Blog präsentieren möchte, für den zählt natürlich die Wahl der richtigen Blogsoftware und dem passenden Design für die Zielgruppe.

Die Wahl der Sprache

Sprache ist ein Werkzeug, das leider von vielen unterschätzt wird. Durch die Sprache kommunizieren wir eine Menge, nicht nur die Informationen die wir tatsächlich sagen. Besonders, wenn wir vor Publikum sprechen kann unsere Sprache sehr viel über uns aussagen. Versprechen wir uns oft? Stottern wir? Benutzen wir häufig Füllwörter wie „ähm“ oder ähnliches? Dies kann auf Unsicherheit hindeuten, fehlende Routine beim Sprechen vor anderen Menschen aber es kann auch als mangelnde Vorbereitung gedeutet werden.

Gleiches gilt im Blogpost. Auch hier sollte der Blogger sich ruhig etwas Zeit nehmen um an der Sprache seines Artikels zu feilen. Werden die Informationen für jeden Leser klar und erschließen sich die Zusammenhänge, da sie treffend und verständlich erklärt wurden? Wie ist es um Fachtermina gestellt? Je nachdem, an welche Zielgruppe sich dein Blog wendet, musst du selbstverständlich auch deinen Sprachstil anpassen.

Deine Präsentation lebt von Feedback!

Egal wie gut dein Vortrag ist, es können immer Fragen auftauchen. Und das ist auch gut so! Allerdings nicht so lange, die Fragen dich nicht aus dem Konzept bringen. Allgemein kann man sagen, dass es natürlich unprofessionell wirkt, wenn du Fragen nicht beantworten kannst, doch wenn du gute Antworten parat hast, kannst du doppelt punkten. Lass dich von Fragen nicht verunsichern, ganz im Gegenteil: Fragen zeigen, dass dein Vortrag interessant ist und die Leute zum nachdenken anregt, du kannst generell nicht alle Informationen in deinem Vortrag verpacken, mit guten Antworten zeigst du aber, dass du im Thema noch viel tiefer drin bist, als du im Vortrag bisher aufgezeigt hast.

Ebenso ist es auch im Blogbeitrag. Blogs leben von der Kommunikation mit ihren Lesern. Gib deinen Lesern die Möglichkeit dir Fragen zu stellen. Über eine Kommentarfunktion zum Beispiel, stelle offene Fragen in deinen Beiträgen, die deine Leser zum Nachdenken anregen und gib ihnen die Möglichkeit dir mitzuteilen, was sie davon denken. Wenn du außerdem noch gut auf das Feedback reagierst wirkst du nicht nur kompetent sondern auch sympathisch.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Tipps um sich selbst oder einen Sachverhalt im Blog oder vor Publikum erfolgreich zu präsentieren. Doch ich möchte den Rahmen dieses Gastartikels nicht sprengen, sondern euch stattdessen lieber die Möglichkeit geben euch selbst Gedanken darüber zu machen, welche Zusammenhänge ihr zwischen dem Sprechen vor Publikum und dem Schreiben für eine entsprechende Leserschaft seht. Fragen und Anregungen dürft ihr natürlich gern unter den Artikel posten, das Feedback wird garantiert gelesen.

Geschrieben von Sensei am 22. 6. 2011
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